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Acht Frauen Ein Stück von Robert Thomas
„Gesucht werden acht theaterbegeisterte, talentierte Mädels, die Lust haben ein gemeinsames Stück auf die Beine zu stellen“.
So oder so ähnlich lasen sich die unzähligen Zettel, die vor ungefähr acht Monaten zahlreich in den Fluren des Gerhart- Hauptmann Gymnasiums verteilt waren. So fing es an: acht wohl völlig unterschiedliche Mädels, von der 11. bis zur 13. Klasse der GHS, trafen sich mit Julia Thiele ( Kl. 12 ), die wohl eine brillante Idee zu haben schien. Etliche Proben, viele Höhen aber auch Tiefen und zahlreiche Monate später, war es nun endlich so weit.
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Premierentag. 11. Mai 2010, 19 Uhr. Souverän betritt eine bezaubernde Regisseurin die Bühne, die wohl genauso aufgeregt zu sein scheint, wie die 150 Augenpaare, die auf ihr liegen. ACHT FRAUEN, heißt das entstandene Stück. Acht Frauen , die in ihrem Landhaus in Frankreich ein gemütliches Weihnachten verbringen wollen, bis der Hausherr Marcel tot, mit einem Messer im Rücken ,in seinem Zimmer aufgefunden wird. Die Frauen fangen an sich gegenseitig zu verdächtigen, bis irgendwann klar wird, dass eine von Ihnen, im zugeschneiten und somit isolierten Haus, wohl die Mörderin sein muss.
Nach nur wenigen Augenblicken wird klar, dass nicht nur das Bühnenbild, wie in einem typisch französischen Wohnzimmer, mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurde, sondern dass die Regisseurin auch die einzelnen Charaktere, wohl perfekt besetzt zu haben scheint. Doreen Fröhlich( Kl.12 ), die als Hausmädchen Louise, zur Eröffnung des Stückes gleich in Strapsen und kurzem Rock zu dem Moulin Rouge Song über die Bühne tänzelt , scheint überhaupt gar nicht zu merken, dass sie 100 Leute anstarren, so souverän meistert sie diese pikante erste Szene.
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Auch Sophie Strauß (Kl. 12)nimmt man mit ihrem authentischen Akzent und der lockeren Art zu reden, die Rolle als dicke Madame Chanel, die für Ordnung im Haus sorgt, sofort ab. Die Töchter der Hausherrin, die jüngste und freche Catherine (Julia Lorenz) und die in England studierende Suzon ( Friederike Gaida Kl. 13) hätten nicht besser gespielt werden können. Besonders die Schluss- und auch Schlüsselszene des Stückes, hätte wohl keine besser und dramatischer darstellen können als Julia, in der Rolle der Katherine.
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Die mitten im Abiturstress steckende Friederike, war trotz der entscheidenden Prüfungen so konzentriert und authentisch, dass man absolut glaubte, dass die ernste Rolle der Suzon, die als Möchtegern- Kommissarin agiert, wie für sie gemacht zu sein schien. Die Paraderollen des Stückes, bei deren Anblick man, durch die brillante Maske und die Kostüme alleine schon, lachen musste, waren wohl die geizige Großmutter Mamy (Marie Bleier Kl.13) und die Tante Augustine ( Nicole Behrend Kl. 12 ). Während Marie, strickend, oder am Krückstock gehend jedem ein Schmunzeln aufs Gesicht zauberte und mit ihren amüsanten Anekdoten alle Dialoge bereicherte. Hatte Nicole in der Rolle der Augustine anscheinend ihre Berufung gefunden. Die Art sich zu bewegen, zu artikulieren und zu sprechen war so überzeugend, dass man schon bei ihrem bloßen Anblick anfangen musste laut los zulachen. Die Hausherrin Gaby (Marie Weigel Kl.11) und deren verruchte Schwägerin Pierrette (Luisa Lutter, Ex GHS, Gymnasium Charlottenburg), die sich sogar ein kleines Handgemenge leisten und ständig im Konflikt miteinander zu stehen schienen, werden absolut authentisch verkörpert. Luisa, als Pierrette, wandelt elegant im roten Kleid über die Bühne und Marie, als Gaby agiert mit der nötigen Ernsthaftigkeit und wirkt dadurch enorm echt.
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Das Theaterstück war nicht nur so ein enormes Vergnügen, durch die hinreißenden Darstellerinnen und die talentierte Regisseurin, sondern auch durch die mitreißende Melange aus Krimi, Komödie und Drama. Mit vielen komischen Momenten und großen Überraschungen, haben uns die Mädels zwei wunderschöne Vorstellungen bereitet, die alle Zuschauer begeisterten.
Ihre Freude am Spiel war ansteckend und das gelernte Pensum an Text außerordentlich hoch. Hier waren echte Profis am Werk.
Wir hoffen, dass dies nicht das letzte Stück gewesen ist. Vielen Dank.
Annika Bucholz und Marianne Klewitz
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