Un voyage extraordinaire

Die LK Biologie und Französisch in Nizza…

Eine außergewöhnliche Fächerkombination – eine ausßergewöhliche Fahrt…

…vom 09. bis zum 15. Juli 2017 fand die fächerverbindende Studienreise der Leistungskurse Biologie und Französisch in Begleitung von Herrn Schoknecht und Herrn Dr. Weber nach Nizza statt. Vor Ort erwartete die Gruppe nicht nur die Lebensfreude der Côte d’Azur und das herrliche mediterrane Klima mit durchgängig sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad Celsius, sondern auch ein umfangreiches kulturelles wie meeresbiologisches Studienprogramm, das durch den Bonner Verein Aurelia e.V. bereitgestellt wurde und uns durch drei verschiedene Länder führte.

Am Tag der Abreise trafen wir uns bereits um 04:30 Uhr (!) am Flughafen in Berlin-Schönefeld, um nach einem kurzen Flug von nur anderthalb Stunden am Aéroport Nice Côte d’Azur zu landen. Dass einzelne Koffer nicht gleich mit nach Frankreich geflogen sind, weil sie offenbar nicht verladen worden waren, war, abgesehen von einem kurzen Schreck der Betroffenen, letztlich kein Problem, denn am Abend schon wurden sie in unsere schöne, strandnahe Jugendherberge Les Camélias nachgeliefert. Die Gruppe hatte inzwischen eine zweieinhalbstündige Stadtrallye durch Nizza bewältigt und war nun ortskundig. Der LK Französisch war noch mit einem Sonderauftrag ausgestattet: jeder Tag musste in einem kurzen französischen Beitrag für ein digitales Reisetagebuch resümiert und kommentiert werden. Die Ereignisse des Tages dienten hier also als Sprechanlass. Die Erstellung der Blog-Beiträge wurde ebenso gewissenhaft erledigt wie die interkulturelle Kontaktaufnahme in der Jugendherberge – der junge Mann von der Rezeption lässt übrigens freundlich grüßen 😉
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Den zweiten Tag nutzten wir für einen ersten ausführlichen Strandbesuch und einem Spaziergang durch die historische Altstadt des Nachbarortes Antibes – das berühmte Picasso-Museum dort war leider geschlossen 🙁
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Am dritten Tag schließlich führte uns die erste meeresbiologische Exkursion aus Frankreich heraus nach Monaco ins Musée océanographique. Für den LK Biologie war das die Gelegenheit, ihr Ökologie-Wissen aus dem zweiten Semester auf das Ökosystem Meer und Küste zu übertragen. Im Anschluss daran war noch Zeit für eine promenade culturelle durch den zweitkleinsten Staat der Erde mit seiner berühmten Rennstrecke und dem Casino in Monte-Carlo.
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Am vierten Tag sah das Programm die Erkundung des Litorals unweit des Hafens von Nizza vor. Unsere sympathische Tauchlehrerin Odile stattete uns mit dem nötigen Material aus und schnorchelte mit uns sodann an die meeresbiologisch Interessanten stellen, die direkt im Wasser besprochen und erklärt wurden. Wie an allen Abenden, fand auch heute unsere réunion d’équipe (Teambesprechung) statt, bei der die Ereignisse des Tages, die gewonnenen meeresbiologischen Erkenntnisse und die Erfahrungen mit der Kommunikation auf Französisch aus der Sicht der Gruppe noch einmal reflektiert und ausgewertet werden konnten.
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Schließlich wartete noch ein besonderes Highlight auf uns: Das Whalewatching vor der Küste Italiens. Mit dem Zug ging es ins ligurische Bordighera, von wo aus uns ein Schiff in das PELAGOS- Walschutzgebiet fuhr, und tatsächlich bekamen wir dort auch Delphine, einen Mantarochen, eine Riesenschildkröte und einen Finnwal zu sehen! Den krönenden Abschluss bildete ein typisch italienisches Pasta-Buffet, das die gastfreundliche Besitzerin einer eigentlich noch geschlossenen (!) Osteria exklusiv für uns zubereitet hat. Grazie mille!
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Es kam schließlich der 14. Juli, der Nationalfeiertag der Franzosen. Wir waren uns von vornherein einig, dass wir diesen Tag nicht wie jeden anderen gestalten wollten, da Nizza vor genau einem Jahr von einem schrecklichen Terroranschlag erschüttert wurde, den auch Schülerinnen und Schüler und Lehrer unseres Gymnasiums miterleben mussten. Der Tag stand somit ganz im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des 14. Juli 2016. Aus diesem Anlass war auch der französische Präsident Emanuel Macron in Nizza, um an der Gedenkfeier teilzunehmen, die bis spät in die Nacht hinein andauerte. Da aber dieser Abend auch unser letzter in Nizza war und wir einen französischen Nationalfeiertag nicht ganz ohne Musik enden lassen wollten, gab es noch ein kleines Konzert von den Lehrern und einem französischen Straßenmusiker. Außerdem nahmen einige Kunstinteressierte am frühen Vormittag die Möglichkeit wahr und besuchten eine sehr interessante Ausstellung im MAMAC – Musée d`Art Moderne.
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Der Abschied am Flughafen in Nizza nach einer herausragenden und sehr erlebnisreichen Woche fiel dann natürlich nicht leicht. Es bleibt aber die Erinnerung an eine außergewöhnliche Kursfahrt, die über ein unvergesslich lebendiges gruppendynamisches Ereignis hinaus ein in großen Teilen gelungenes Experiment war, zwei unterschiedliche Fächer – Biologie und Französisch – produktiv miteinander zu verbinden.