Gemeinsame Projektarbeit mit unseren polnischen Gästen aus Kolberg

Vom 13.11.-17.11.2019 nahmen insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler der 10.Jahrgangsstufe unserer Schule gemeinsam mit 14 Schülerinnen und Schülern der zwei Gymnasien aus dem polnischen Kolberg, in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. an einer deutsch-polnische Jugendbegegnung zur Erinnerungskultur in unserer Zeit teil. Wir haben gemeinsam Orte in Berlin besucht, die für unsere gemeinsame Geschichte bedeutsam sind. So waren wir in der Gedenkstätte des deutschen Widerstands während des Nationalsozialismus. Sehr emotional und informativ hat uns dort Frau Posel über die Widerstandsform von Jugendlichen berichtet. Im Anschluss konnten wir uns vor Ort eigenständig über die weiteren Widerstandsaktivitäten ein Bild machen. Für unseren Geschichtsunterricht eine absolut tolle Ergänzung zum bisherigen Wissenserwerb über diese Thematik. Auch die Stadtrallye in Berlin-Mitte und Friedrichshain war für uns Berliner sehr informativ. Eine Herausforderung für alle war insbesondere die Führung im Spionagemuseum. Sie dauerte 1,5 Stunden und wurde ausnahmslos in englischer Sprache gehalten. Überhaupt haben wir uns viel auf Englisch verständigt, da wir nicht polnisch und die polnischen Schülerinnen und Schüler nicht alle deutsch konnten.

Die Höhepunkte unserer Begegnung fanden dann am Samstag und Sonntag statt. Zunächst waren wir am Samstag aktiv bei der Durchführung der Gedenkfeier für die Opfer der Kriege in Plötzensee beteiligt. Anwesende Vertreter aus Botschaften, von Parteien und Vereinen lobten uns im Anschluss für unserer Engagement. Am Sonntag nahmen wir an der offiziellen Gedenkfeier anlässlich des Volkstrauertages im Bundestag teil. An diese schloss sich ein offizieller Empfang an, wo die Möglichkeit bestand, mit führenden Politikern aus unserem Land ins Gespräch zu kommen. So auch mit unserem Bundespräsidenten. Leider hatten wir uns bei diesem Empfang im Bundestag verteilt und so waren bei dieser Begegnung nicht alle dabei. Der anschließende Rundgang durch das Gebäude brachte noch so manche Anekdote zur Sprache. Mit neuem Wissen und Vorfreude auf die Begegnung in Kolberg machten wir uns am frühen Abend schließlich zufrieden auf den Weg nach Hause und unsere polnischen Gäste reisten zurück nach Kolberg. Es waren lange und intensive Tage des Austausches und der Erinnerung, aber für uns alle werden viele schöne Erinnerungen daran im Gedächtnis bleiben.