{"id":10853,"date":"2021-02-27T18:42:28","date_gmt":"2021-02-27T16:42:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ghs-berlin.de\/?p=10853"},"modified":"2021-12-24T13:11:07","modified_gmt":"2021-12-24T11:11:07","slug":"was-nicht-vergessen-werden-darf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ghs-berlin.de\/?p=10853","title":{"rendered":"Was nicht vergessen werden darf! &#8211; Ein besonderes Zeitzeugengespr\u00e4ch"},"content":{"rendered":"[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.6.5&#8243; background_image=&#8220;https:\/\/www.ghs-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/ghs_schule_full.jpg&#8220; custom_padding=&#8220;||230px|&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.25&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.22&#8243;][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.25&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Headline |Beitragstitel&#8220; _builder_version=&#8220;4.6.5&#8243; z_index_tablet=&#8220;500&#8243; text_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; text_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; text_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; link_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; link_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; link_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; ul_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; ul_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; ul_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; ol_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; ol_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; ol_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; quote_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; quote_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; quote_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_2_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_2_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_2_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_3_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_3_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_3_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_4_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_4_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_4_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_5_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_5_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_5_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_6_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_6_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_6_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; box_shadow_horizontal_tablet=&#8220;0px&#8220; box_shadow_vertical_tablet=&#8220;0px&#8220; box_shadow_blur_tablet=&#8220;40px&#8220; box_shadow_spread_tablet=&#8220;0px&#8220;]\n<h1 style=\"text-align: center;\">Was nicht vergessen werden darf! <br \/>Ein Zeitzeugengespr\u00e4ch mit Zipora Feiblowitsch<\/h1>\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.6.5&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.6.5&#8243;]\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist der 27.01.2021, der Holocaust Gedenktag. An diesem Tag vor 76 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Anl\u00e4sslich des Gedenktages findet ein Interview mit der j\u00fcdischen Holocaust-\u00dcberlebenden Zipora Feiblowitsch statt. Die 94j\u00e4hrige lebt heute in Israel. Sie ist im Jahr 1927 in Rum\u00e4nien geboren und aufgewachsen. Heute erz\u00e4hlt sie uns in einer Video-Konferenz ihre Lebensgeschichte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist 12:30 Uhr, das Gespr\u00e4ch beginnt. Frau Feiblowitsch ist via Zoom in einer Live-Konferenz zu sehen, an der Berliner Sch\u00fcler\/innen und Lehrer\/innen teilnehmen. Das Gespr\u00e4ch wird von einem Mitarbeiter des \u201eCafe Kiez\u201c in K\u00f6penick gef\u00fchrt. Ein Dolmetscher ist auch dabei, da Frau Feiblowitsch zwar deutsch spricht, es aber nicht ihre Muttersprache ist und ihr manchmal Worte fehlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie erz\u00e4hlt, dass sie gemeinsam mit zwei Geschwistern in Rum\u00e4nien aufgewachsen ist. Die Familie h\u00f6rte damals oft von den Verbrechen der Nationalsozialisten in Deutschland und Polen, aber sie wollten es nicht recht glauben. Ganz sicher f\u00fchlten sie sich dennoch nicht: <em>\u201eWir warteten immer, dass es auch uns trifft\u201c<\/em>. Als Zipora Feiblowitsch 16 Jahre alt war, wurde sie gemeinsam mit ihrer Familie in ein Ghetto gebracht. \u00a0Nach sechs Wochen im Ghetto zwang die Gestapo die Familie wieder in einen Zug: 100 Leute in einem Wagon dicht aneinandergedr\u00e4ngt. Tag und Nacht fuhr der Zug. Alle hatten Angst. Keiner wusste, wohin sie fahren. Als sich die T\u00fcren des Zugs \u00f6ffneten, befanden sie sich im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Die Kinder wurden von ihren Eltern getrennt. Den H\u00e4ftlingen wurden alle Sachen weggenommen. Im Lager bekamen sie kaum zu essen. Es waren schreckliche Zust\u00e4nde. Heute sagt sie: <em>\u201eMeine Eltern sind dort vergast worden.\u201c<\/em> Zipora Feiblowitsch und ihre Schwester wurden schlie\u00dflich mit vielen anderen Insassen in ein Lager nach Salzwedel transportiert. Dort musste sie in einer Munitionsfabrik arbeiten. Als sie krank wurde und in die Krankenstation ging, fiel sie mit ihrer selbstbewussten Art einem Aufseher auf. Dieser half ihr und lie\u00df ihr Medikamente geben, um sie zu heilen. Au\u00dferdem versteckte er sie, statt sie als Kranke ins Konzentrationslager zur\u00fcckzuschicken, was den sicheren Tod bedeutet h\u00e4tte. In Salzwedel wurde sie schlie\u00dflich nach dem Krieg durch die Amerikaner befreit. Sie reiste mit ihrer Schwester zur\u00fcck zum Haus der Familie in Rum\u00e4nien, in der Hoffnung, dass die Eltern noch zur\u00fcckkommen, leider vergeblich. Schlie\u00dflich entschieden sich die beiden Schwestern dazu, ein neues Leben in Israel anzufangen. W\u00e4hrend der Reise dorthin lernte Zipora Feiblowitsch ihren zuk\u00fcnftigen Ehemann kennen. Sie gr\u00fcnden eine Familie und bekamen 3 Kinder. Auch heute lebt sie noch in Israel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Frau Feiblowitsch erz\u00e4hlt, sie sei dem Tod entkommen, weil sie \u00fcberleben wollte. Sie hatte immer die Hoffnung, eines Tages dem Grauen zu entkommen und diese habe sie bekr\u00e4ftigt, nicht aufzugeben. Trotz dieser grausamen Erlebnisse erz\u00e4hlt sie jedes Jahr auf verschiedenen Veranstaltungen ihre Lebensgeschichte. Dazu ist sie mehrmals in Deutschland gewesen. \u201e<em>Ich habe Auschwitz mitgemacht und war da. Ich m\u00f6chte, dass so etwas nie wieder vorkommt.\u201c <\/em>sagt sie zum Abschluss. Deshalb spricht sie auch vor allem mit Jugendlichen \u00fcber diese Zeit. Frau Feiblowitsch schrieb mehrere B\u00fccher \u00fcber ihr Leben z.B. das Buch \u201eDer Tag war kein Tag, das Leben war kein Leben\u201c (2016). Im Anschluss gab es noch die M\u00f6glichkeit, Frau Feiblowitsch Fragen zu stellen, zum Beispiel wie ihre Kindheit verlief oder ob Sie heutzutage noch sehr oft an diese Zeit zur\u00fcckdenkt. Insgesamt dauerte die Veranstaltung ca. 1,5 Stunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich fand das Gespr\u00e4ch sehr interessant, da es viel eindrucksvoller ist, wenn einem ein Zeitzeuge \u00fcber diese Zeit berichten kann, als wenn man die Informationen nur im Unterricht und aus B\u00fcchern bekommt. Es war eine sehr wertvolle Erfahrung und ich finde, dass man sich auf diese Art am besten mit dem Thema auseinandersetzen kann. Au\u00dferdem gibt es nicht mehr viele Zeitzeugen. Deswegen war diese Video-Konferenz auf jeden Fall eine sehr besondere Erfahrung.<\/p>\n<p><em>Anton Lorenz B\u00f6hm (Klasse 9b)<\/em><\/p>\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.6.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.6.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_video src=&#8220;https:\/\/youtu.be\/-r5Lg8EYpsw&#8220; _builder_version=&#8220;4.6.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; width=&#8220;75%&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; module_alignment=&#8220;center&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_video][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist der 27.01.2021, der Holocaust Gedenktag. An diesem Tag vor 76 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. 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